Was ist hipper als hausgemachte Limonade? Eben! Gemeinsam mit Ronny Marzin und Schwarzwald-Sprudel haben wir daher für Euch sechs genial einfache Rezepte entwickelt 

Gute Cafés servieren hausgemachte Limonaden an sonnigen Tagen. Mit frischen Früchten und Kräutern, in kuriosen Kombis und gespickt mit hippen Namen à la Kräutertraum, Obstkorb oder Zitrusbrise. Ohne Konservierungsstoffe, ohne künstliche Aromen und je frischer, desto besser.

Das Schönste: Limonade machen ist kinderleicht. Läuterzucker, Zitrone, Sprudel – fertig.  Um Eure Kreativität aber so richtig in Wallung zu bringen, haben wir uns mit Schwarzwald-Sprudel und dem Oberkircher Genussverrückten Ronny Marzin in seinem Kochatelier eingeschlossen – auf der Suche nach den hippsten Limos für einen genialen Sommer.

Dass die Grundzutaten dafür weitestgehend aus der Heimat stammen, versteht sich von selbst. Also haben wir uns durch eine Koffer-raumladung an Brom-, Him- und Erdbeeren, Minzblättern, Sauerampfer, Weinbergpfirsichen und sauren Glückskleeblättern gearbeitet …

Das Grundrezept für Limonade

Egal, welche Zutat am Ende für den Geschmack ausschlaggebend ist: Die Grundflüssigkeit, der Läuterzucker, ist für jede Limo gleich. Dafür bringt Ihr einen Liter Wasser mit 300 Gramm Zucker zum Kochen. Wer noch mehr Aromen möchte, kocht den Läuterzucker mit einer Mischung aus Weißwein und Wasser (ein Drittel zu zwei Drittel).

In die kochende Wasser-Zucker-Mischung kommen Eure Aromen: Pfirsich oder Erdbeeren für fruchtige Noten. Die Säure von Limetten, Zitronen oder Johannisbeeren für die Spritzigkeit. Gewürze wie gerösteter Koriandersamen, Zitronengras oder Ingwer nach Geschmack. Und für Mutige: Kräuter wie Oxalis (roter Glücksklee) oder Sauerampfer. Alles kommt nach und nach ins blubbernde Zuckerwasser. Das Ganze duftet in der Küche ein bisschen, als würdet Ihr Tee kochen.

Wichtig ist: Lasst Euch mit den Früchten Zeit! Erdbeeren oder Pfirsiche dürfen bei kleiner Hitze ruhig eine halbe Stunde im Zuckerwasser ziehen – so gehen auch wirklich alle Aromen in die Limo über. Und: Ihr könnt getrost die ganze Frucht verwenden. Geradein den Pfirsichschalen stecken die Aromen, die Eurer Limo am Ende ihre verführerische Note verleiht. Den Erdbeer-Wasserleichen seht Ihr übrigens schon an der Farbe an, wie ausgelaugt sie nach einer Weile sind.

Bei Ingwer dagegen ist je nach Menge Tempo gefragt, sonst wird Euer Grundstoff zu scharf. Und Finger weg vom Mixer! Ihr wollt Limos kochen und keinen Babybrei. Wenn Ihr Glücksklee mit dem Zauberstab malträtiert, kommt kein rosa Zaubertrank dabei heraus, sondern grünbrauner Brei. Das ist kein Witz, wir haben es ausprobiert … Daher lasst Eure Ansätze durch ein Sieb laufen, filtert sie gegebenenfalls noch mal durch ein Tuch – fertig.

Wichtig ist: Was Ihr jetzt zubereitet habt, ist der Limoansatz, der vor dem Servieren mit Sprudel aufgegossen wird. Er muss deshalb eine Note zu stark schmecken, sonst wird die fertige Limo fad. Jetzt fehlt eigentlich nur noch das Kaltstellen. Eis rein, mit Schwarzwaldsprudel Classic aufgießen – guten Durst!

Rezept: #heimat-Limonade LIM-LIM

  • 500 ml Läuterzucker (Grundrezept im Text oben)
  • 3 Limetten
  • 150g Ingwer
  • 30 Blätter argentinische Minze ( z.B. von der Gärtnerei Bahr)

Limetten und Ingwer klein schneiden, im Läuterzucker aufkochen und bei niedriger Temperatur 15 Minuten ziehen lassen. Abkühlen lassen und die Minze dazugeben.

Mehr Rezepte findet Ihr in der aktuellen #heimat , viel Spaß beim Nachkochen!

Text: Katerina Ankerhold  Fotos: Jan Reiff

Die #heimat-Limonade LIM-LIM, das Rezept dazu findet Ihr hier im Beitrag.

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